David Philip Hefti Komponist / Dirigent

David Philip Hefti Komponist / Dirigent

"Trotz der klassisch avantgardistischen Klangsprache geht es Hefti um Expressivität, um einen den Hörer unmittelbar ansprechenden Ausdruck. Er liebt kräftige Kontraste und verschmäht bei Gelegenheit auch die intensive Kantilene nicht. Seine Musik ist der steigernden Verdichtung fähig und kann furiosen Drive entwickeln." (Süddeutsche Zeitung)

Als Dirigent und Komponist arbeitete David Philip Hefti mit zahlreichen Orchestern und Ensembles zusammen, wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und dem Ensemble Modern. Er wurde mit dem Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung und dem Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet. Als Reaktion auf seine CD Changements wurde er von der Neuen Zürcher Zeitung für seine „ausgezeichnete Beherrschung des Orchesterapparates“ als Komponist und Dirigent gelobt.

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"Trotz der klassisch avantgardistischen Klangsprache geht es Hefti um Expressivität, um einen den Hörer unmittelbar ansprechenden Ausdruck. Er liebt kräftige Kontraste und verschmäht bei Gelegenheit auch die intensive Kantilene nicht. Seine Musik ist der steigernden Verdichtung fähig und kann furiosen Drive entwickeln." (Süddeutsche Zeitung)

David Philip Heftis rund 80 Werke umfassen Orchester-, Vokal- und Kammermusik. Darunter finden sich groß besetzte Orchesterwerke, Solokonzerte, Werke für Kammerorchester, Streichquartette, Solostücke, Liederzyklen sowie zwei Opern. Er arbeitet mit Künstlerinnen und Künstlern wie Viviane Hagner, Patricia Kopatchinskaja, Christian Poltéra, Hartmut Rohde, Baiba Skride, Jan Vogler und Antje Weithaas, die seine Werke regelmäßig aufführen.

Als Dirigent und Komponist arbeitete er mit zahlreichen Orchestern und Ensembles zusammen, wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Bayerische Staatsorchester, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre symphonique de Montréal, der Tokyo Sinfonietta, dem Ensemble Modern, dem Amaryllis Quartett und dem Leipziger Streichquartett. Seine Orchesterwerke wurden u. a. von den Dirigenten Peter Eötvös, Cornelius Meister, Kent Nagano, Jonathan Nott, Michael Sanderling, Mario Venzago und David Zinman aufgeführt. Einladungen führten ihn zu Musikfestivals wie Wien Modern, Beijing Modern, Ultraschall Berlin, Lucerne Festival, Gstaad Menuhin Festival, Schleswig-Holstein Musikfestival, Heidelberger Frühling, Festival Pablo Casals in Prades, Dvořák-Festival in Prag und zum Suntory-Festival in Tokio.

Im Mai 2017 wurde seine erste Oper Annas Maske unter der Leitung von Otto Tausk am Theater St. Gallen uraufgeführt. Im Zentrum steht die wahre Geschichte der Schweizer Sängerin Anna Sutter, deren Leben sich auf tragische Weise mit dem Schicksal ihrer Paraderolle Carmen verband, als ihr ehemaliger Geliebter, der Dirigent Aloys Obrist, sie 1910 in Stuttgart ermordete. David Philip Heftis Tonsprache, die sich durch Transparenz, kammermusikalische Intensität und dichte Dramaturgie auszeichnet, manifestiert sich auch in seiner ersten Opernarbeit. Leuchtende Ekstase – und das ist die Pointe dabei – bedeutet dennoch keinen Verrat an Heftis ästhetischer Haltung, die sonst fragile, aus pointilistischen Klangtropfen gerinnende Akkordgebilde bevorzugt. (Neue Zürcher Zeitung)

Zum 150-jährigen Jubiläum der Tonhalle-Gesellschaft Zürich komponierte er anschließend sein zweites Musiktheaterstück Die Schneekönigin nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Die Uraufführung dieser musikalischen Erzählung für die ganze Familie fand im November 2018 in der Tonhalle Maag in Zürich in einer halbszenischen Aufführung statt. Die Titelpartie übernahm Sopranistin Mojca Erdmann, am Pult des Tonhalle-Orchesters Zürich stand David Philip Hefti selbst. Die CD-Aufnahme erschien bei NEOS und wurde 2020 mit dem Supersonic Award ausgezeichnet. Die Kälte der Schneekönigin tönt vielgestaltig. Da sind Weingläser, mit Wasser gefüllt: Ihr Klang erscheint so klar und transparent wie gefrorene Kristalle. Frostig und kühl wirken auch die seriellen Techniken, die stets das Erscheinen der Eisigen begleiten – akademische Rechenspiele, die zu leblosen Formeln erstarren. Im scharfen Gegensatz dazu vereinen sich Mikrointervalle und Obertöne zu schillernden Naturharmonien, die eine ungekünstelte, echte Wärme heraufbeschwören. (Neue Zürcher Zeitung)

In der Spielzeit 2020/21 wurden drei neue Solokonzerte von David Philip Hefti uraufgeführt: Jürg Dähler und das Musikkollegium Winterthur brachten unter der Leitung des Komponisten im Januar 2021 ein Konzert für Viola und Orchester mit dem Titel Cantabile auf die Bühne. Im Juni desselben Jahres kam das Trompeten-Doppelkonzert Final(ment)e, der vierte und letzte Teil von Heftis Zyklus Beziehungsweisen, zur Uraufführung. Es spielten die Trompeter Immanuel Richter und Huw Morgan gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Basel, ebenfalls unter der Leitung des Komponisten. Die Klangvielfalt ist beeindruckend und zuweilen an Intensität kaum zu übertreffen. (Das Opernmagazin) Im Rahmen seiner Tätigkeit als Composer in Residence der Camerata Bern konzipierte Hefti das Konzertprogramm Reigen. Hierfür komponierte er Sechs Klanginseln für Violine, Klarinette und Streichorchester als atmosphärische Brücken zwischen Tänzen von Ligeti, Bartok, Veress, Schönberg und Schubert. Im Juni 2021 führte Violinistin Patricia Kopatchinskaja das Werk gemeinsam mit dem Klarinettisten Reto Bieri und der Camerata Bern auf.

Neben David Philip Heftis Oper Die Schneekönigin (NEOS) erschienen zwei weitere Tonträger: Das Album Light and Shade (NEOS), das die langjährige und enge Zusammenarbeit mit dem Amaryllis Quartett widerspiegelt, vereint die Werke An durchsichtigen Fäden für Mezzosopran und Streichquartett mit Maria Riccarda Wesseling, Concubia nocte – Musik zur zweiten Nachtwache (Streichquartett Nr. 5) sowie Danse interstellaire – Trauermusik für Bassett-Klarinette und Streichquartett mit Bernhard Röthlisberger. Darüber hinaus gab David Philip Hefti sein Debüt als Dirigent bei der Deutschen Grammophon. Das Album mit dem Titel Shades of Love: Klänge des K-Dramas entstand unter seiner Leitung gemeinsam mit hochrangigen Künstlern wie Daniel Hope, Philipp Jundt, Sebastian Knauer, Albrecht Mayer und Richard O’Neill sowie dem Zürcher Kammerorchester und errang Platz eins der koreanischen Klassik-Charts.

In der Spielzeit 2021/22 stehen weitere Uraufführungen auf dem Programm: Ein neues Arrangement der Rückert-Lieder von Gustav Mahler für hohe Stimme und Streichquartett sowie Heftis sechstes Streichquartett Fünf Szenen für Gustav, die als Präludium zum Arrangement der Rückert-Lieder komponiert wurden, aber auch eigenständig aufgeführt werden können. Auf einer Tour im Herbst 2021 und im Frühjahr 2022 werden die Werke in Deutschland und der Schweiz, u. a. in der Hamburger Elbphilharmonie mit dem Amaryllis Quartett und Sopranistin Juliane Banse zu hören sein. Außerdem wird Jürg Dähler im September 2021 zum ersten Mal Heftis Mosaik Nr. 2 für Viola solo mit dem Titel Wechselgesang auf Schloss Brunegg uraufführen. Das neue Werk Reigen – ein Mosaik für Violine und Klarinette setzt die Zusammenarbeit mit der Violinistin Patricia Kopatchinskaja und dem Klarinettisten Reto Bieri fort. Aktuell arbeitet David Philip Hefti an einer Komposition für Bariton und Orchester zu Texten von Sir Salman Rushdie sowie an einem Konzert für Viola und Streichorchester für Lawrence Power.

Im Jahr 2013 erhielt David Philip Hefti den Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2015 den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Außerdem gewann er die Kompositions-Wettbewerbe Pablo Casals in Prades, George Enescu in Bukarest und den Gustav-Mahler Wettbewerb. Seine Kompositionen werden bei Edition Kunzelmann und Edition C. F. Peters verlegt und erscheinen als CD-Aufnahmen u. a. bei Deutsche Grammophon, NEOS und col legno. Als Reaktion auf seine CD Changements wurde er von der Neuen Zürcher Zeitung für seine ausgezeichnete Beherrschung des Orchesterapparates als Komponist und Dirigent gelobt.

David Philip Hefti wurde 1975 in der Schweiz geboren. An den Musikhochschulen in Zürich und Karlsruhe studierte er Komposition, Dirigieren, Klarinette und Kammermusik u. a. bei Cristóbal Halffter, Rudolf Kelterborn, Wolfgang Meyer, Wolfgang Rihm und Elmar Schmid. Er lebt mit seiner Familie bei Basel.

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