Carlo Goldstein Dirigent

Carlo Goldstein Dirigent

Carlo Goldstein ist designierter Principal Guest Conductor der Wiener Volksoper ab 2022/23. Im November 2021 gab er als Einspringer sein Debüt beim BBC Philharmonic, bei dem er u.a. die britische Erstaufführung der 2. Sinfonie von Paul Ben-Haim dirigierte. Er wurde daraufhin sofort für die Saison 2023/24 wiedereingeladen. Weitere Highlights der letzten Zeit waren ein Sinfoniekonzert am Teatro Massimo im Juni 2021 – nach seiner konzertanten Cavalleria rusticana mit Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak in Palermo im Sommer 2020 – sowie die Saisoneröffnung 2019/20 an der Sydney Opera mit La Bohème. In den kommenden Saisons wird Carlo Goldstein mit Aida sein Debut in Kopenhagen geben und an der Volksoper Wien jährlich eine Neuproduktion leiten. Wiedereinladungen führen ihn auch zur Sydney Opera und zum Toscanini-Orchester nach Parma.

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Carlo Goldstein ist designierter Principal Guest Conductor der Wiener Volksoper ab 2022/23.

Im November 2021 gab er als Einspringer sein Debüt beim BBC Philharmonic, bei dem er u.a. die britische Erstaufführung der 2. Sinfonie von Paul Ben-Haim dirigierte. Er wurde daraufhin sofort für die Saison 2023/24 wiedereingeladen. Weitere Highlights der letzten Zeit waren ein Sinfoniekonzert am Teatro Massimo im Juni 2021 – nach seiner konzertanten Cavalleria rusticana mit Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak in Palermo im Sommer 2020 – sowie die Saisoneröffnung 2019/20 an der Sydney Opera mit La Bohème.

In den kommenden Saisons wird Carlo Goldstein mit Aida sein Debut in Kopenhagen geben und an der Volksoper Wien jährlich eine Neuproduktion leiten. Wiedereinladungen führen ihn auch zur Sydney Opera und zum Toscanini-Orchester nach Parma.

Im Jahr 2018 debütierte Carlo Goldstein an der Sydney Opera mit Carmen sowie beim Daegu International Opera Festival in Korea mit Turandot. Regelmäßig wird er nach Korea eingeladen, zuletzt zum Seoul Arts Center und Busan Arts Center mit Madama Butterfly und La Traviata und zum Daegu Opera House mit Pagliacci.

In Italien hat Goldstein am Teatro La Fenice und an den Opernhäusern von Bari, Brescia, Como, Cremona, Livorno, Lucca, Pavia, Pisa und Reggio Emilia dirigiert, u.a. Adriana Lecouvreur, Un ballo in maschera, La Bohème, Carmen, Così fan tutte, Turandot, La Traviata sowie Pagliacci beim Sommerfestival des Teatro Sociale di Como – eine Produktion, die mit dem renommierten Abbiati-Preis ausgezeichnet wurde. Beim Festival della Valle d'Itria leitete Goldstein die Uraufführung von L'Orfeo. Immagini di una lontananza von Daniela Terranova, basierend auf Luigi Rossis L’Orfeo von 1642.

Neben Sinfoniekonzerten in Italien z.B. beim Orchestra del Maggio Musicale führten ihn Einladungen auch zu Orchestern in Israel und Russland, u.a. zum Staatlichen Symphonieorchester St. Petersburg und zum Eremitage-Sinfonieorchester. 2018 stand Carlo Goldstein erstmals am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden mit Werken von Schönberg, Weber und Mendelssohn. Eine musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn u.a. mit Steven Isserlis, Avi Avital und Stephen Hough.

Zusätzlich zu seiner musikalischen Ausbildung (u.a. am Salzburger Mozarteum und am Royal College of Music London) erwarb Goldstein einen Abschluss in Philosophie (Ästhetik) an der Universität Mailand. Er hat mehrere Artikel über Ästhetik und Musikgeschichte veröffentlicht. 2009 wurde Carlo Goldstein beim Internationalen Dirigentenwettbewerb in Graz mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Ein Portrait über ihn wurde in der Notevoli-Reihe vom Sender Classica produziert und auf Sky Italia ausgestrahlt. Omer Meir-Wellber entdeckte Goldstein als außerordentliches Talent und machte ihn zunächst zu seinem Assistenten in Valencia und Wien. Inzwischen verbindet beide eine regelmäßige Zusammenarbeit.

Carlo Goldstein erforscht die Werke, die er dirigiert, sehr gründlich. In der musikalischen Umsetzung sind ihm Lebendigkeit und Kohärenz wichtiger als Interpretations-Traditionen. Seine Interpretationen sind voller Wärme und Sensibilität und entfalten ihren besonderen Charme ohne falsche Erhabenheit. Opern dirigiert Carlo Goldstein meist auswendig und trägt dabei seine Sänger auf Händen. Goldstein ist nicht nur ein versierter Dirigent italienischer Opern, sondern verfügt auch über eine profunde Kenntnis des – selbst entlegenen – sinfonischen Repertoires. Er hat zahlreiche Erstaufführungen von Werken italienischer und internationaler Komponisten geleitet, so unter anderem beim Milano Musica Festival oder mit dem MDI Ensemble.

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